{"id":20200,"date":"2023-08-16T02:16:00","date_gmt":"2023-08-16T01:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.roteco.ch\/?post_type=ro-stories&#038;p=20200"},"modified":"2023-08-10T12:16:49","modified_gmt":"2023-08-10T11:16:49","slug":"wie-ein-makerspace-in-die-bibliothek-einzog","status":"publish","type":"ro-stories","link":"https:\/\/www.roteco.ch\/de\/stories\/robot-und-ressourcen\/wie-ein-makerspace-in-die-bibliothek-einzog\/","title":{"rendered":"Wie ein Makerspace in die Bibliothek einzog"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-roteco-cover\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/20230515_151154-scaled.jpg\"\/><h2>Ein Gespr\u00e4ch mit Claudia Bucheli, Leiterin der Mediothek Baar<\/h2><figcaption><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">In den letzten Jahren haben viele Schulen begonnen, Makerspaces bei sich einzurichten, wobei in den meisten F\u00e4llen Werkr\u00e4ume umgenutzt oder erweitert wurden. Dass es auch andere M\u00f6glichkeiten gibt, habe ich letztens bei meinem Besuch in Baar erfahren. Die Mediothek der Oberstufe Sternmatt 2 ist alles andere als ein stiller Raum voller staubiger B\u00fccher. Bereits die Glasscheibe am Eingang l\u00e4sst erahnen: Hier sind alle willkommen.<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-image\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/20230515_152712-scaled.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Herzlich begr\u00fcsst werde ich von Claudia Bucheli, der Leiterin der Mediothek und von Merlin, dem Schulhund, der diesen Raum als zweites Zuhause kennt. Wir beginnen mit einer Tour und schnell wird klar: Hier wird mehr geboten als nur Medienausleihe. Es gibt Leseecken und Begegnungszonen, St\u00fchle, Sofas und Sessel, R\u00fcckzugsorte und Kreativzonen. W\u00e4hrend der hintere Teil neben B\u00fccherregalen und Leseecken auch einen Sitzungstisch f\u00fcr Diskussionsrunden und Unterrichtslektionen beinhaltet, befindet sich der Makerspace im vorderen Teil der Mediothek. Es finden sich eine micro:bit Station mit Zubeh\u00f6r, Calliopes, Oxocards, Thymios und Makey Makeys. Ein 3D-Drucker steht da und viel Bastelmaterial, sch\u00f6n in Kisten sortiert. Auch eine Schneidplotter-Station ist eingerichtet. Das Angebot beinhaltet aber auch eine Podcast-Ecke, Lernfilm-Aufnahmestationen, Stopmotion- sowie Handlettering-Materialien. Passende B\u00fccher, Plakate mit QR-Codes zu Anleitungen und ausgestellte Projekte laden ein, selbst kreativ zu werden.<br><br>Claudia und ich machen es uns f\u00fcr unser Gespr\u00e4ch auf einem Sofa bequem, w\u00e4hrend immer mal wieder Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen ein- und ausgehen. Im Verlauf des Nachmittags werden ein paar B\u00fccher ausgeliehen und zur\u00fcckgebracht oder die Jugendlichen kommen vorbei, um hier zu arbeiten, miteinander zu quatschen oder Pause zu machen.<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-image\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/20230515_151202-scaled.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Neben verschiedenen Lernrobotern und Digital Computing Tools ist auch eine Podcast Station eingerichtet<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-roteco-heading ma0 pa0\">Entstehung des Makerspace<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-quote\"><blockquote>Eine Art \u00abWerkraum\u00bb sollte der Makerspace in der Mediothek Sternmatt 2 niemals werden, sondern mit Angeboten aus den Bereichen Medien und Informatik zur Chancengleichheit beitragen.<\/blockquote><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Claudia Bucheli ist urspr\u00fcnglich ausgebildete Primarlehrerin. Nach einigen Jahren im Beruf hat sie die Leitung der Mediothek der Oberstufenschule Sternmatt 2 in Baar \u00fcbernommen. Fr\u00fch begann sie, Angebote auszuarbeiten, zu Beginn noch vorwiegend aus den Bereichen Lesef\u00f6rderung und Medienkompetenz. Nach und nach kamen auch Informatikthemen hinzu.<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">\u00abSo wirklich fasziniert hat mich vor einigen Jahren ein Workshop an einer Tagung der PH Schwyz, wo wir selbst das Bananenklavier mit dem Makey Makey ausprobieren durften. Danach habe ich einige Ausbildungen und auch einen CAS in Medien und Informatik absolviert und alle Erkenntnisse immer weiter in meine Arbeit eingeflochten, bis daraus ein Makerspace entstand.\u00bb<\/mark><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Der Makerspace sei ein gern gesehenes Angebot am Mittwochnachmittag. Er biete Platz f\u00fcr etwa zehn Jugendliche, die gleichzeitig arbeiten k\u00f6nnen.<br><br><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">\u00abIm letzten Schuljahr haben erstmals auch viele Jugendliche der Abschlussklassen vom offenen Angebot am Mittwochnachmittag profitiert und im Makerspace ihre Projektarbeit erg\u00e4nzt, z.B. etwas geplottert oder mit dem 3D-Drucker produziert. Daneben gibt es Jugendliche, die einfach gern t\u00fcfteln oder gemeinsam mit anderen etwas Unbekanntes kennenlernen oder an eigenen Projekten arbeiten m\u00f6chten. Dabei steht der ganze Makerspace zur Verf\u00fcgung, es gibt kein Pflichtprogramm. Man darf auch nur zuschauen. Idealerweise geben sich die Jugendlichen dabei ihr Wissen untereinander weiter und ich kann mich nach einem kurzen Input in den Hintergrund zur\u00fcckziehen und nur noch helfen, wenn es n\u00f6tig ist. Eine Sch\u00fclerin hat beispielsweise k\u00fcrzlich f\u00fcr Interessierte einen 3D-Workshop geleitet, das war sehr inspirierend f\u00fcr die anderen Jugendlichen.\u00bb<\/mark><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Mittlerweile ist Claudia auch als p\u00e4dagogische ICT-Supporterin im Schulhaus t\u00e4tig und unterrichtet das Wahlfach \u00abFilm\u00bb. Mich interessiert, wie Claudia auf die Idee mit dem Makerspace gekommen ist. War das der Wunsch der Schule?<br><br><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">\u00abNein, das kam von mir aus. Nachdem ich an der PH Z\u00fcrich bei Dorit Assaf einen Workshop besucht und zum ersten Mal \u00fcberhaupt von \u00abMakerspaces\u00bb geh\u00f6rt hatte, ging mir die Idee nicht mehr aus dem Kopf. Sowas wollte ich unbedingt auch ausprobieren und suchte nach L\u00f6sungen, dies in der Mediothek zu verwirklichen.\u00bb<\/mark><br><br>Es sei alles Eigeninitiative gewesen. Das hat aber auch viel Gestaltungsfreiraum geboten.<br><br><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">\u00abIch hatte keinen Druck und konnte alles nach meinen Ideen gestalten. Das passt ja auch zum Making-Gedanken. Aus einer urspr\u00fcnglichen Idee entwickelte ich ein Konzept, das auf die pers\u00f6nlichen Verh\u00e4ltnisse zugeschnitten wurde. Eine Art \u00abWerkraum\u00bb sollte der Makerspace in der Mediothek Sternmatt 2 niemals werden, sondern mit Angeboten aus den Bereichen Medien- und Informatik zur Chancengleichheit beitragen: Nicht alle haben zu Hause Greenscreen, Mikroplatinen und Co. Bei der t\u00e4glichen Medienarbeit mit den Schulklassen kann ich nun auch viele Makerspace-M\u00f6glichkeiten integrieren und neue Lesef\u00f6rderungsangebote kreieren, beispielsweise einen B\u00fccherpodcast produzieren oder Buchtrailer durch die Jugendlichen herstellen lassen.\u00bb<\/mark><br><br>Als Claudia sich entschied, einen kleinen Makerspace in der Mediothek einzurichten, bekam sie zun\u00e4chst von einer Stiftung eine Starthilfe und konnte sich erste Ger\u00e4te und Tools einkaufen. Inzwischen setzt Claudia einen fixen Betrag f\u00fcr Verbrauchsmaterialien im Budget ein und erf\u00e4hrt viel Wohlwollen f\u00fcr ihre Initiative. Dass ihr Schulgemeinde und Kernschulleitung so viele Freiheiten lassen, um neue Ideen zu entwickeln und zu gestalten, sch\u00e4tzt sie sehr.<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-gallery\"><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-roteco-heading ma0 pa0\">\u00dcber die Anf\u00e4nge mit Lernrobotern<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-quote\"><blockquote>Es ist ein riesiger Gewinn, wenn man sich mit anderen austauschen kann, die bereits mehr Erfahrung haben.<\/blockquote><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Claudia Buchelis Lernreise mit den Robotern und Mikroplatinen, Schnittprogrammen und st\u00e4ndig neuer Ger\u00e4tschaften war anf\u00e4nglich nicht immer einfach. Oft funktionierte ein Tool nicht, ohne dass sie selbst den Fehler fand, oder die Materialien waren so neu, dass niemand helfen konnte. Claudia investierte unz\u00e4hlige Stunden ins Ausprobieren und das Erstellen einfacher Anleitungen. Mit der Zeit wuchs die Community und die P\u00e4dagogischen Hochschulen, Fablabs und andere Maker boten ihre Hilfe an. Diese nahm Claudia sehr gerne an.<br><br><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">\u00abWenn man noch ganz am Anfang steht und wenig Erfahrung hat, gibt es unz\u00e4hlige Fehlerquellen. Erst mit der Zeit entwickelt man das Auge daf\u00fcr und erkennt auf den ersten Blick, dass z.B. ganz banal zwei Kabel vertauscht sind. Es ist ein riesiger Gewinn, wenn man sich mit anderen austauschen kann, die bereits mehr Erfahrung haben. Auch wenn ich nun selbst die Anlaufstelle im Schulhaus f\u00fcr Fragen rund um Medien und Informatik bin, lasse ich mich weiterhin sehr gern von anderen inspirieren oder unterst\u00fctzen. Das k\u00f6nnen gewiefte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, Experten, Fachstellen, P\u00e4dagogische Hochschulen oder Institutionen wie z.B. Roteco sein.\u00bb<\/mark><br><br>Inzwischen gibt es eine breite Palette verschiedener Lernroboter und Mikroplatinen in der Mediothek zu entdecken. Nach welchen Kriterien hat Claudia sich f\u00fcr die Tools entschieden?<br><br><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">\u00abAusgew\u00e4hlt habe ich anf\u00e4nglich danach, ob bereits Unterrichtsmaterialien auf Deutsch erh\u00e4ltlich waren. Daher machte der Calliope gegen\u00fcber dem micro:bit zun\u00e4chst das Rennen. Ausserdem war nat\u00fcrlich auch der Preis ausschlaggebend. Im Bereich Robotik entschied ich mich daher f\u00fcr den Thymio, der ausserdem dank seiner Einfachheit noch heute ein sicherer Wert ist und f\u00fcr schnelle Erfolgserlebnisse sorgt. Ebenfalls entscheidend ist der Support. Bei der Oxocard kann ich beispielsweise mit dem Entwickler direkt in Kontakt treten und nachfragen, das ist nat\u00fcrlich ein grosser Vorteil.\u00bb<\/mark><br><br>Was w\u00fcrde Claudia Oberstufenlehrpersonen empfehlen, die noch gar nichts kennen, aber vielleicht \u00fcber etwas Budget verf\u00fcgen und Materialien f\u00fcr Physical Computing kaufen m\u00f6chten?<br><br><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">\u00abEs kommt darauf an, wo man den Schwerpunkt setzen m\u00f6chte. Um in Robotik einen einfachen Einstieg zu haben, empfehle ich weiterhin den Thymio. Er macht einfach Spass, weil er so niederschwellig und einfach funktioniert. Bei den Mikroplatinen kann man zwischen micro:bit und Calliope w\u00e4hlen, was einem besser gef\u00e4llt. Inzwischen gibt es zu beiden viele grossartige Unterrichsmaterialien. Allerdings werden oft zus\u00e4tzliche Verbrauchsmaterialien ben\u00f6tigt, wie z.B. Motoren und Batterien. Das kostet zus\u00e4tzlich und muss bedacht werden. Wer mit textbasiertem Programmieren erste Erfahrungen sammeln m\u00f6chte, dem sei die Oxocard empfohlen, die \u00fcber geniale Tutorials verf\u00fcgt. \u00dcberhaupt ben\u00f6tigt man nicht f\u00fcr jeden Sch\u00fcler, jede Sch\u00fclerin ein eigenes Tool. Es macht mehr Sinn, dass sich die Jugendlichen zu zweit mit einem Ger\u00e4t auseinandersetzen und mit einem kleinen Projekt starten. Das Ausprobieren verschiedener Tools bringt die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler letztlich weiter. Sie k\u00f6nnen Erkenntnisse kombinieren und ihre Kompetenzen dadurch stetig ausbauen.\u00bb<\/mark><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-image\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/20230515_151035-scaled.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Hier sind Lesen und Austausch im Fokus<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-roteco-heading ma0 pa0\">\u00dcber den Wert von Physical Computing, Lernrobotern und KI in der Schule<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-quote\"><blockquote>Am wichtigsten finde ich, dass man lernt, an etwas dranzubleiben und nicht gleich aufzugeben. Schnell gelangen die Lernenden beim T\u00fcfteln an den Punkt, dass etwas nicht funktioniert und sie einen Plan B entwickeln m\u00fcssen. [&#8230;] Das bringt sie dazu, mit anderen zu kommunizieren und Neues zu entwickeln.<\/blockquote><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Ich will von Claudia wissen, wieso sie diese ganze Arbeit auf sich genommen hat. Welche Chancen sieht sie in Robotik und Physical Computing in der Schule?<br><br><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">\u00abAm wichtigsten finde ich, dass man lernt, an etwas dranzubleiben und nicht gleich aufzugeben. Schnell gelangen die Lernenden beim T\u00fcfteln an den Punkt, dass etwas nicht funktioniert und sie einen Plan B entwickeln m\u00fcssen. Sie kommen mit einer Idee und realisieren, dass diese so nicht umsetzbar ist und eine neue L\u00f6sung gefunden werden muss. Das bringt sie dazu, mit anderen zu kommunizieren und Neues zu entwickeln. Es sind Strategien, die nicht mal unbedingt nur mit dem Programmieren oder Maken zu tun haben, sondern generell im Leben wichtig sind, wenn es darum geht, Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen: Die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen und voneinander zu lernen. Bei den Projekten im Makerspace k\u00f6nnen die Jugendlichen eigene Ideen entwickeln, miteinander unterwegs und kreativ sein. Sie sind gerne hier, erleben das Lernen als sinnstiftend und selbstwirksam. Und wenn du gerne lernst, bist du ja sehr gut f\u00fcrs Leben vorbereitet.\u00bb<\/mark><br><br>Nat\u00fcrlich sind wir nicht umhin gekommen, \u00fcber DAS aktuelle Thema zu sprechen: Wie steht Claudia Bucheli zur K\u00fcnstlichen Intelligenz? Welchen Umgang mit KI w\u00fcrde sie den Schulen empfehlen?<br><br><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">\u00abDas Thema fasziniert mich. KI ist ein Game-Changer, der unser Lehren, Lernen und Arbeiten grundlegend ver\u00e4ndern wird. Sprachmodelle wie ChatGPT bieten vielf\u00e4ltige Anwendungsm\u00f6glichkeiten im Unterricht, beispielsweise beim Erstellen einer Bewerbung. ChatGPT kann als &#8222;pers\u00f6nlicher&#8220; Sprachassistent genutzt werden und eigene Texte verbessern. Auf diese Weise k\u00f6nnen Jugendliche z.B. mit Sprachbarrieren ihre Chancen auf eine Lehrstelle steigern. Allerdings ben\u00f6tigen sie auch Strategien, um KI kritisch und effektiv einzusetzen: Wie formuliert man Prompts, um gute Ergebnisse zu erzielen? Warum sollte man sich nicht mit der ersten Antwort zufriedengeben und woran l\u00e4sst sich erkennen, ob es sich um Fake News handelt? Dies sind Kompetenzen, die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in der Schule erlernen sollten. Daher halte ich es f\u00fcr wichtig, dass KI in allen Unterrichtsf\u00e4chern integriert und genutzt wird und wir unser Wissen dar\u00fcber st\u00e4ndig erweitern. Das m\u00f6chte ich den Jugendlichen vorleben und versuche, wo immer m\u00f6glich, KI in den Unterricht einzubinden.\u00bb<\/mark><br><br>Der Nachmittag n\u00e4hert sich dem Ende zu. Bald schliesst die Mediothek f\u00fcr heute und eine letzte Sch\u00fclerin bringt noch schnell ein Buch zur\u00fcck. In den letzten Jahren sind hier viele tolle Projekte entstanden. Vor meinem Abschied habe ich noch eine letzte Frage: Auf welches Projekt \u2013 neben dem Herzensprojekt Schulhund \u2013 ist denn Claudia besonders stolz?<br><br><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">\u00abWenn ich auf das vergangene Schuljahr zur\u00fcckschaue, ist die Lancierung der ICT-Scouts sicher ein Highlight (siehe Link am Ende des Artikels). \u00dcber alle Jahre gesehen, bin ich sehr stolz darauf, dass sich der Makerspace seit seiner Er\u00f6ffnung im Oktober 2017 st\u00e4ndig weiterentwickelt hat und f\u00fcr Lernfreude und Inspiration bei den Besuchenden sorgt. Dass ich damals den Mut hatte, einfach mal loszulegen und anzufangen und dabei viel Unterst\u00fctzung erfahren durfte, macht mich gl\u00fccklich.\u00bb<\/mark><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-quote\"><blockquote>Wenn du gerne lernst, bist du ja sehr gut f\u00fcrs Leben vorbereitet.<\/blockquote><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-image\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/20230515_151614-scaled.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">Zur Person:<\/mark><\/strong><br><a href=\"https:\/\/www.roteco.ch\/de\/lehrpersonen\/profil\/bucheli-claudia\/\">Claudia Bucheli<\/a> ist Leiterin der Mediothek Sternmatt 2 in Baar und Fachlehrperson auf Sek I. Auf <a href=\"http:\/\/www.mediobaar.ch\">www.mediobaar.ch<\/a> schildert sie regelm\u00e4ssig neue Projekte zu den Themen Medien, Informatik \u00a0und Lesef\u00f6rderung und bietet Praxistipps f\u00fcr Lehrpersonen.<br><br><br><strong><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">Einige Empfehlungen vom Blog der Mediothek:<\/mark><\/strong><br><a href=\"https:\/\/www.mediobaar.ch\/medio-makerspace\/\">Medio-Makerspace &#8211; make IT simple, but significant<\/a>: Hier berichtet Claudia von der Entstehung des Makerspaces in der Mediothek und ihren Erfahrungen.<br><a href=\"https:\/\/www.mediobaar.ch\/mia\/\">Tipps aus der ICT-Animation<\/a>: Claudias Padlet mit\u00a0 Tipps, Links und Empfehlungen zu den Bereichen Medienp\u00e4dagogik, Informatik und Anwendungen.<br><a href=\"https:\/\/www.mediobaar.ch\/ict-scouts\/\">ICT-Scouts:<\/a> Seit einem Jahr sind im Schulhaus Sternmatt 2 die ICT-Scouts unterwegs, eine Gruppe Jugendlicher, die ihre Mitsch\u00fclerinnen und Mitsch\u00fcler in IT-Fragen unterst\u00fctzen. In diesem Blogartikel wird aufgezeigt, wie das Projekt funktioniert.<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":675,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","tags":[],"ro-categories":[318],"acf":[],"likes":{"post_id":20200,"likes":1,"status":"none"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.roteco.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ro-stories\/20200"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.roteco.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ro-stories"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.roteco.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/ro-stories"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.roteco.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/675"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.roteco.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.roteco.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20200"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.roteco.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20200"},{"taxonomy":"ro-categories","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.roteco.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/ro-categories?post=20200"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}