{"id":8926,"date":"2020-10-14T07:27:00","date_gmt":"2020-10-14T06:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.roteco.ch\/?post_type=ro-stories&#038;p=8926"},"modified":"2020-10-21T08:45:30","modified_gmt":"2020-10-21T07:45:30","slug":"wie-mehr-als-1000-schulerinnen-und-schuler-robotik-an-der-padagogischen-hochschule-luzern-hautnah-erleben-und-entdecken-durfen","status":"publish","type":"ro-stories","link":"https:\/\/www.roteco.ch\/de\/stories\/artikel\/wie-mehr-als-1000-schulerinnen-und-schuler-robotik-an-der-padagogischen-hochschule-luzern-hautnah-erleben-und-entdecken-durfen\/","title":{"rendered":"Wie mehr als 1000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler Robotik an der P\u00e4dagogischen Hochschule Luzern hautnah erleben und entdecken d\u00fcrfen!"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-roteco-cover\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/main_article2.jpg\"\/><h2><\/h2><figcaption><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">F\u00fcr viele Kinder und Jugendliche ist es ein Traum, einmal einen Roboter selber programmieren zu d\u00fcrfen. F\u00fcr 55 Schulklassen mit insgesamt mehr als 1000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern vom 5. &#8211; 9. Schuljahr aus der Innerschweiz wird dieser Traum in der Lernwerkstatt im Herbst 2020 (<a href=\"https:\/\/www.phlu.ch\/lernwerkstatt\">https:\/\/www.phlu.ch\/lernwerkstatt<\/a>) an der P\u00e4dagogischen Hochschule Luzern (<a href=\"https:\/\/www.phlu.ch\/\">www.phlu.ch<\/a>) wahr.<br>Hautnah entdecken Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die Welt der Robotik in der Stadt der Zukunft. Sie schreiben eigene Programme zur Steuerung von Robotern und testen, ob ihre Roboter mit Hilfe von Aktoren und Sensoren Aufgaben in den Bereichen Dienstleistung, Industrie, Haushalt und Verkehr in der Stadt der Zukunft bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Dabei spielt der erforschende Ansatz eine wichtige Rolle. Die grafische Programmiersprache (<a href=\"https:\/\/education.lego.com\/de-de\/downloads\/mindstorms-ev3\/software\">LEGO\u00ae Mindstorms\u00ae EV3<\/a>) erm\u00f6glicht einen niederschwelligen Einstieg in die Roboterprogrammierung und schnelle Erfolgserlebnisse. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler arbeiten mit dem Robotermodell LEGO Mindstorms EV3 und an Kompetenzen LP21 aus dem Bereich Medien und Informatik sowie Natur und Technik bzw. NMG.<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-image\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/main_article_1.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Abbildung 1: Vorbereitete Lernumgebung in der Lernwerkstatt der P\u00e4dagogischen Hochschule Luzern zum Thema Robotik<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-roteco-heading ma0 pa0\">Die Lernwerkstatt &#8211; ein ausserschulischer Lernort f\u00fcr Schulklassen und Lehrpersonen aller Schulstufen<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Die Lernwerkstatt der P\u00e4dagogischen Hochschule Luzern als ausserschulischer Lernort ist konzeptionell verankert. Im Semestertakt werden wechselnde Angebote f\u00fcr Schulklassen konzipiert und aufgebaut. In der Regel werden diese Angebote durch Dozierende und Studierende gemeinsam entwickelt und von interessierten Schulklassen und Lehrpersonen besucht und evaluiert. Ab und zu werden auch externe Angebote einbezogen (z. B. 2011 Mathematikum Giessen). Die Themen sind vielf\u00e4ltig, von Menschenrechtsbildung \u00fcber Handschriftforschung und geschichtlichen Zeitreisen bis zu Angeboten der Fremdsprachen. Der Fachbereich Medien und Informatik ist bereits zum dritten Mal Gast in der Lernwerkstatt: 2014 zum Thema \u201cDigitale Welten\u201d, 2019 zum Thema \u201cMission Mars\u201d und 2020 in Kooperation mit dem Leistungsbereich Forschung und Entwicklung zum Thema \u00abMit Roberta\u00ae die Stadt der Zukunft entdecken\u00bb. Viele Schulklassen durften bereits von diesem speziellen Forschungs- und Entdeckungsraum profitieren und zur\u00fcck bleiben begeisterte, stolze Kinder und Jugendliche, die Lust haben, mehr \u00fcber das Thema Robotik zu erfahren. Ein M\u00e4dchen aus der 6. Klasse meinte am Schluss ganz begeistert: \u00abMir hat am besten gefallen, wenn die Programme am Schluss dann richtig funktioniert haben.\u00bb \u00c4hnlich t\u00f6nte es bei einem Knaben aus derselben Klasse: \u00abIch fand es toll, einen Roboter selber zu programmieren.\u00bb<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><br><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-roteco-heading ma0 pa0\">Die Lernwerkstatt &#8211; ein Ort f\u00fcr fachdidaktische Forschung<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Im Herbstsemester 2020 wird in der Lernwerkstatt zum ersten Mal auch gezielt Forschung zu gendersensiblem Programmierunterricht, Schwerpunkt Pair-Programming, betrieben (vgl. Abschnitt Pair-Programming im Unterricht einsetzen). Im Bereich der informatischen Bildung zeigt sich derzeit ein hoher Bedarf an Lehrplan 21-gerechten und sch\u00fclerinnen- und sch\u00fclerorientierten Lernumgebungen, die gendergerecht, kontextorientiert und interessef\u00f6rdernd ausgerichtet sind. Es sollen Aufgabenstellungen und Lernumgebungen geschaffen werden, die allen Geschlechtern gleichermassen einen Zugang zur Thematik Robotik erm\u00f6glichen. Betrachtet man die Lehrstellen- und Studienwahl in der Schweiz nach Branchen und Geschlecht, so zeigen sich ausgepr\u00e4gte Geschlechtsunterschiede im Berufswahlverhalten (SBFI, 2017; SKBF, 2018), besonders im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Die naturwissenschaftlich-technischen F\u00e4cher polarisieren bereits w\u00e4hrend der Schulzeit zwischen M\u00e4dchen und Jungen. So haben M\u00e4dchen u.a. in Informatik, Physik und Technik im Durchschnitt ein geringeres Interesse und weisen tiefere Leistungen auf (siehe z. B. Akademien der Wissenschaften Schweiz, 2014). Nachfolgende Abbildung verdeutlicht die aktuellen geschlechtsspezifischen Unterschiede der Berufsinteressen von Jugendlichen in der Schweiz:<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-image\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/main_article_2_DE-scaled.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Abbildung 2: Berufslehre Schweiz: Top 10 nach Geschlecht (Nahtstellenbarometer, 2019)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><br><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-roteco-heading ma0 pa0\">Die Lernwerkstatt &#8211; ein Lernort zum Eintauchen<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Die Lernumgebung \u00abMit Roberta\u00ae die Stadt der Zukunft entdecken\u00bb wurde in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern (<a href=\"http:\/\/www.hslu.ch\">http:\/\/www.hslu.ch<\/a>) (Departemente Informatik sowie Technik &amp; Architektur) auf Grundlage der Roberta\u00ae-Initiative (<a href=\"https:\/\/www.roberta-home.de\/\">https:\/\/www.roberta-home.de\/<\/a>) entwickelt. Finanziell wird das Projekt durch das F\u00f6rderprogramm MINT-Schweiz der Akademien der Wissenschaften Schweiz unterst\u00fctzt.<br><br>Folgend wird das Konzept kurz visuell dargestellt<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-image\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/info_grafica_DE.png\" alt=\"\"\/><figcaption>Abbildung 3: Konzept der Lernumgebung \u201cMit Roberta\u00ae die Stadt der Zukunft entdecken\u201d<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Die Lernwerkstatt verzichtet bewusst auf Uhren, damit die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler w\u00e4hrend eines Halbtages ungest\u00f6rt in die Welt der Programmierung eintauchen k\u00f6nnen. Um den Kindern und Jugendlichen einen nachhaltigen Lernprozess zu erm\u00f6glichen, werden \u00fcber die Webseite der Lernwerkstatt m\u00f6gliche Vor- und Nachbereitungsangebote f\u00fcr den Unterricht aufgezeigt.<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><br><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-roteco-heading ma0 pa0\">Die Lernwerkstatt &#8211; ein Ort f\u00fcr Kooperation zwischen Hochschulen<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Die Kooperation der P\u00e4dagogischen Hochschule Luzern mit der Hochschule Luzern (<a href=\"https:\/\/www.hslu.ch\/de-ch\/\">www.hslu.ch<\/a>) erweist sich hier als wertvoll, weil beide Hochschulen ihr Know-how und ihre Kompetenzen in der Fachwissenschaft und Fachdidaktik gezielt einbringen und im gegenseitigen Austausch weiterentwickeln k\u00f6nnen. Die Halbtageskurse in der Lernwerkstatt werden von zertifizierten Roberta-Teachern und Roberta-Coaches beider Hochschulen des RobertaRegioZentrums Luzern geleitet. Als Assistenz wirken Lehramtstudierende der P\u00e4dagogischen Hochschule Luzern, Informatikstudierende der Hochschule Luzern und Studierende des Masterstudiengangs Fachdidaktik Medien und Informatik (<a href=\"https:\/\/www.phlu.ch\/studium\/studiengaenge\/masterstudiengaenge-fachdidaktik\/ma-medien-und-informatik.html\">https:\/\/www.phlu.ch\/studium\/studiengaenge\/masterstudiengaenge-fachdidaktik\/ma-medien-und-informatik.html<\/a>) mit, welche ihre Erfahrungen einbringen und durch dieses Projekt erweitern k\u00f6nnen. Weitere Angebote im Bereich Robotik f\u00fcr Lehrpersonen und Schulklassen im Kanton Luzern finden Sie auf der Webseite des RobertaRegioZentrums Luzern (https:\/\/www.rrz-luzern.ch).<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-image\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Er\u00f6ffnung-RobertaRegioZentrum-19.10.2019-5-2000x1333-1.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption><em>@ RobertaRegioZentrum, Luzern &#8211; foto via phlu.ch<\/em><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><br><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-roteco-heading ma0 pa0\">Holen Sie sich einen Teil der kontextualisierten Lernumgebung in Ihr Klassenzimmer<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Die fachdidaktische Forschung rund um kontextualisiertes Lernen im MINT-Unterricht hat sich in den letzten Jahren verst\u00e4rkt (u.a. Fechner, 2009; van Vorst, 2013; L\u00f6ffler, 2016; Pozas, 2016; Habig, 2017). Dabei gibt es zwei Ausrichtungen von Kontextualisierung beim Lernen: inhaltsbezogene Kontextualisierung, die sich auf die Verkn\u00fcpfung eines Lehrplaninhalts mit einer damit verbundenen (ausserfachlichen) Anwendung mit fachspezifischer Relevanz bezieht, und Kontextualisierung durch die Lernumgebung, wie z.B. Lernen in der Schule oder in einem Museum (Parchmann &amp; Kuhn, 2018). In der Lernwerkstatt kommen beide Ausrichtungen zum Tragen. Bisherige Ergebnisse zeigen, dass Kontextualisierung u.a. einen positiven Einfluss auf die affektiven Sch\u00fclercharakteristika wie z.B. Interesse bei M\u00e4dchen und Jungen hat (Bennett et al., 2007).<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-video\"><figure><video controls preload=\"auto\" width=\"100%\" muted><source type=\"video\/mp4\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/4compiti-apprendimento_DE.mp4\"\/><a href=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/4compiti-apprendimento_DE.mp4\">https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/4compiti-apprendimento_DE.mp4<\/a><\/video><figcaption>\u00abMit Roberta\u00ae die Stadt der Zukunft entdecken\u00bb &#8211; vier kontextualisierte Lernaufgaben<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">F\u00fcr die Lernumgebung \u00abMit Roberta\u00ae die Stadt der Zukunft entdecken\u00bb wurden vier kontextualisierte Lernaufgaben f\u00fcr die Schulstufen 5 bis 9 entwickelt:<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><\/p><\/div>\n\n\n\n<ul><li>Wie kann ein autonomes Fahrzeug f\u00fcr die Stadt der Zukunft programmiert werden?<\/li><li>Wie kann ein Unterhaltungsroboter designt und programmiert werden?<\/li><li>Wie kann ein Wachhund-Roboter f\u00fcr ein Haus programmiert werden?<\/li><li>Wie kann ein Industrieroboter zum Sortieren programmiert werden?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Diese vier Aufgabenstellungen werden zum Probleml\u00f6sen jeweils mit Hilfe von Teilaufgabenstellungen zum Erwerben der Grundkompetenzen aufgebaut und mit Zusatzinformationen \u00fcber die Thematik aus der Technoscope-Reihe von SATW (<a href=\"https:\/\/www.satw.ch\/de\/technik-bildung\/technoscope\/technik-fuer-die-sinne\/\">https:\/\/www.satw.ch\/de\/technik-bildung\/technoscope\/technik-fuer-die-sinne\/<\/a>) angereichert.<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-image\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/main_article_4.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Abbildung 4: Titelblatt Aufgabenkarte \u201cDer Wachhund-Roboter\u201d<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">F\u00fcr die Lernumgebung wurden zudem Bodenspielmatten und Stadtelemente entwickelt.<br>Nach einer intensiven Testphase in der Lernwerkstatt werden die Aufgabenstellungen in einer \u00fcberarbeiteten Version ab November 2020 auf der Plattform Roteco (www.roteco.ch) ver\u00f6ffentlicht und f\u00fcr den Unterrichtseinsatz zur Verf\u00fcgung gestellt.<br><br>F\u00fcr interessierte Schulklassen aus der Zentralschweiz, welche im eigenen Schulzimmer weitere Roboter programmieren m\u00f6chten, besteht die M\u00f6glichkeit einer Materialausleihe (Roboter, Mikrocontroller, Notebooks) via P\u00e4dagogisches Medienzentrum an der PH Luzern (<a href=\"https:\/\/www.phlu.ch\/beratungen-angebote\/dienstleistungszentren\/paedagogisches-medienzentrum.html\">https:\/\/www.phlu.ch\/beratungen-angebote\/dienstleistungszentren\/paedagogisches-medienzentrum.html<\/a>). Viele Kantone bieten mittlerweile Ausleihangebote an den P\u00e4dagogischen Hochschulen an. Informieren Sie sich direkt bei der n\u00e4chsten Hochschule.<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-image\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/main_article_5.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Abbildung 5: Bodenmatten und Stadtelemente f\u00fcr die Lernumgebung<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-roteco-heading ma0 pa0\">Pair-Programming im Unterricht einsetzen<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Die Paarprogrammierung (engl. Pair-Programming) ist eine verbreitete Arbeitstechnik u.a. aus der Industrie der Softwareentwicklung, die immer mehr Einzug in den Medien- und Informatikunterricht auf der Volksschule findet. Diese Technik wird auch beim Arbeiten in der aktuellen Lernumgebung an der PH Luzern genutzt. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler l\u00f6sen dabei in Zweiergruppen Programmieraufgaben gemeinsam nebeneinander an einem Computer und erhalten unterschiedliche Rollen zugeteilt. Die Rollenbezeichnungen stammen aus dem Englischen.<\/p><\/div>\n\n\n\n<ul><li>Driver: Diese Person bedient den Computer und programmiert den Code.<\/li><li>Navigator: Diese Person h\u00e4lt die Aufgabenstellung im Blickfeld, kontrolliert den Code, ohne den Computer zu ber\u00fchren. In der Erweiterung mit Robotik testet diese Person das Programm auf dem Roboter.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-image\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.roteco.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/0016_KART_Roberta_04-20-2.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Wichtig ist, dass die Rollen nach bestimmten Regeln regelm\u00e4ssig gewechselt werden, z. B. nach dem L\u00f6sen jeder Teilaufgabe oder nach einem bestimmten Zeitfaktor. W\u00e4hrend der Programmierphase sind beide Gruppenmitglieder gleichberechtigt und diskutieren L\u00f6sungsans\u00e4tze gemeinsam.<br>Bisherige Forschungsergebnisse des Pair-Programmings auf der Volksschulebene zeigen, dass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler durch die Arbeit in Kleingruppen tendenziell motivierter sind, Programmieraufgaben fertig zu l\u00f6sen und bessere Produkte als in Einzelarbeit abgeben. Diese Arbeitsweise kann sich generell positiv auf die Lernentwicklung und die Zufriedenheit sowie Einstellungen gegen\u00fcber Computern auswirken. Der Gruppenkonstellation wird beim Pair-Programming eine hohe Bedeutsamkeit zugemessen (Denner, Werner, Campe &amp; Ortiz, 2014):<\/p><\/div>\n\n\n\n<ul><li>Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sollen sich kennen und sich wohlf\u00fchlen.&nbsp;<\/li><li>Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sollen \u00fcber \u00e4hnliche Programmierkenntnisse verf\u00fcgen bzw. der Kompetenzunterschied sollte nicht zu gross sein.<\/li><li>Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sollen gerne in Gruppen zusammen arbeiten.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\">Mit einer Videostudie zu den Arbeitsprozessen der Kinder und Jugendlichen in der Lernumgebung \u201cMit Roberta\u00ae die Stadt der Zukunft entdecken\u201d werden n\u00e4here Informationen \u00fcber die Gruppenprozesse und -konstellationen beim Pair-Programming erforscht. Besonders der Einfluss von gleichgeschlechtlichen und geschlechtergemischten Gruppen ist dabei im Fokus. Erste Resultate werden im Rahmen einer Masterarbeit im 2021 erwartet.<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-roteco-heading ma0 pa0\">Projekt \u201cAufbau und Etablierung eines RobertaRegioZentrums f\u00fcr gendergerechtes Lehren und Lernen mit Robotern mit Schwerpunkt Informatik und Technik\u201d<\/h4>\n\n\n\n<ul><li><strong>Beteiligte Hochschulen: <\/strong>P\u00e4dagogische Hochschule Luzern, Hochschule Luzern Departement Informatik und Departement Technik &amp; Architektur<br><\/li><li><strong>Finanzielle Unterst\u00fctzung: <\/strong>F\u00f6rderprogramm MINT-Schweiz der Akademien der Wissenschaften Schweiz<br><\/li><li><strong><strong>Projektdauer:<\/strong> <\/strong>September 2019 &#8211; Dezember 2020<br><\/li><li><strong><strong>Projektleitung:<\/strong> <\/strong>Prof. Dr. Dorothee Brovelli, Prof. Dr. Ren\u00e9 H\u00fcsler<br><\/li><li><strong><strong>Projektkoordination:<\/strong> <\/strong>Andrea Maria Schmid<br><\/li><li><strong><strong>Masterarbeitsstudentin:<\/strong> <\/strong>Janine K\u00fcng<br><\/li><li><strong><strong>Kursleitende:<\/strong> <\/strong>Oliver Camenzind, Roland Christen, Frank Ellerkamp, Michel Hauswirth, Florian Herzog, Janine K\u00fcng, Urs Meier, Prof. Dr. Mareen Przybylla, Doris Reck, Andrea Maria Schmid, Erich Styger, Eveline Thaler<br><\/li><li><strong><strong>Assistierende:<\/strong> <\/strong>Franziska Aeschlimann, Patrick Bachofen, Sebastian Beck, Olivia Furrer, Heidi K\u00f6lliker, Tim Schmid, Laura Sijbesma, Sabrina Str\u00e4ssle, Andreas Trippel, Janine Tr\u00fctsch, Dania Jayakumar.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><br><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"rtc-separator\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"rtc-caption\" style=\"background-color:#f9f9f9; padding:2%;\">&#8211; Akademien der Wissenschaften Schweiz (2014). MINT-Nachwuchsbarometer Schweiz. Das Interesse von Kindern und Jugendlichen an naturwissenschaftlich-technischer Bildung. In Swiss Academies Reports 9 (6).\n<p>\n&#8211; Bennett, J., Lubben, F. &amp; Hogarth, S. (2007). Bringing science to life. A synthesis of the research evidence on the effects of context-based and STS approaches to science teaching. Science Education, 91 (3), 347\u2013370.\n<\/p><p>\n&#8211; Denner, J., Werner, L, Campe, S. &amp; Ortiz, E. (2014). Pair Programming: Under What Conditions Is It Advantageous for Middle School Students? Journal of Research on Technology in Education, 46 (3), 277\u2013296.\n<\/p><p>\n&#8211; Fechner, S. (2009). Effects of context-oriented learning on student interest and achievement in chemistry education (Studien zum Physik- und Chemielernen, Bd. 95). Zugl.: Duisburg-Essen, Univ., Diss., 2009. Berlin: Logos.\n<\/p><p>\n&#8211; Golder, L, Mousson, M., Weber E., Venetz, A., Salathe, L, Bohn, D. &amp; Herzog, N. (2019). Nahtstellenbarometer. Umfrage bei Jugendlichen und Unternehmen im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation vom April 2019. Detaillierter Ergebnisbericht. Bern: GFS.\n<\/p><p>\n&#8211; Habig, S. (2017). Systematisch variierte Kontextaufgaben und ihr Einfluss auf kognitive und affektive Sch\u00fclerfaktoren. (Studien zum Physik- und Chemielernen, Bd. 223). Zugl.: Duisburg, Essen, Univ., Diss., 2017. Berlin: Logos.\n<\/p><p>\n&#8211; L\u00f6ffler, P. (2016). Modellanwendung in Probleml\u00f6seaufgaben &#8211; wie wirkt Kontext? Dissertation. Berling: Logos.\n&#8211; Parchmann, I. &amp; Kuhn, J. (2018). Lernen im Kontext. In Kr\u00fcger, D., Parchmann, I.&amp; Schecker, H. (Hrsg.). Theorien in der naturwissenschaftsdidaktischen Forschung. Springer: Berlin, Heidelberg.\n<\/p><p>\n&#8211; Pozas, M. (2016). Examining context-based task characteristics. The effects of task characteristics on students\u2019 motivation and metacognitive experiences. Dissertation.\n<br>\n&#8211; SBFI (2017). Lehrstellenbarometer August 2017-Detaillierter Ergebnisbericht. Bern: Selbstverlag.\n<\/p><p>\n&#8211; SKBF (2018). Bildungsbericht Schweiz 2018. Aarau: Schweizerische Koordinationsstelle f\u00fcr Bildungsforschung.\n<\/p><p>\n&#8211; Van Vorst, H. (2013). Kontextmerkmale und ihr Einfluss auf das Sch\u00fclerinteresse im Fach Chemie (Studien zum Physik- und Chemielernen, Bd. 145). Zugl.: Duisburg, Essen, Univ., Diss., 2012. Berlin: Logos.\n<\/p><p>\n&#8211; Wildhirt, S. &amp; Sch\u00e4r, R. (2014). Dem Theater-Spielplan abgeschaut. Die fach- und stufen\u00fcbergreifende Lernwerkstatt der PH Luzern. In: Hagstedt, H; Krauth, I. M. (Hg.). Lernwerkst\u00e4tten. Potenziale f\u00fcr Schulen von morgen. Beitr\u00e4ge zur Reform der Grundschule \u2013 Band 137. Frankfurt am Main, 277-291.<\/p><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-roteco-paragraph\"><p style=\"text-align:left\"><\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kann ein autonomes Fahrzeug f\u00fcr die Stadt der Zukunft programmiert werden? Wie kann ein Unterhaltungsroboter designt und programmiert werden? Wie kann ein Wachhund-Roboter f\u00fcr ein Haus programmiert werden? Wie kann ein Industrieroboter zum Sortieren programmiert werden? Driver: Diese Person bedient den Computer und programmiert den Code. 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